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Rainer Wimmer, PRO-GE Bundesvorsitzender

Gewerkschaft 2014: "Der Verteilungskampf wird härter"

PRO-GE-Chef Rainer Wimmer im Interview

Bundesvorsitzende Rainer Wimmer über die große Vielfalt innerhalb der PRO-GE und die Schwerpunkte der kommenden Jahre.

> Link zum Mitgliedermagazin Glück auf!

Glück auf!: Vier Jahre PRO-GE. Waren wir erfolgreich?
Rainer Wimmer: Die PRO-GE ist eine starke Organisation. Besonders stolz bin ich auf unsere Jugendbewegung mit rund 900 Jugendvertrauensrätinnen und Jugendvertrauensräten. Sie sind die Zukunft unserer Gewerkschaft. Wir verhandeln fast täglich Kollektivverträge und wir sind in allen Branchen sehr gut unterwegs. Dabei ist es wichtig, dass die Identität der einzelnen Branchen erhalten bleibt.

Leidet das Ganze nicht unter dieser enormen Vielfalt?
Nein, dies ist unsere Stärke. Dass mittlere und kleinere Bereiche sich auf die gesamte Organisation verlassen können, ist ein zentraler Punkt. Die Metallindustrie steht zwar oft im Rampenlicht der Öffentlichkeit, aber den höchsten Abschluss in diesem Jahr haben wir zum Beispiel in der chemischen Industrie geschafft. Wir haben allein im ANG-Umfeld mehr als 100 Kollektivverträge, die zum Teil Bereiche abdecken, für die es in anderen Ländern schon lange keinen kollektivvertraglichen Schutz mehr gibt. Ganz Europa beneidet uns zudem um den Kollektivvertrag für die LeiharbeiterInnen.

Welche politischen Schwerpunkte stehen an?
Wir als GewerkschafterInnen haben die Aufgabe, klare Positionen zu definieren und die Anliegen der arbeitenden Menschen mit aller Kraft zu vertreten. Weitere Belastungen für ArbeitnehmerInnen lehnen wir ab. Im Gegenteil, wir brauchen etwa eine Lohnsteuersenkung. Die Steuerschlupflöcher für Reiche gehören geschlossen und Millionäre sollen mehr beitragen als bisher.

Stichwort: Frauenpensionsantrittsalter?
Der immer wieder aufkeimenden Forderung nach einer vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters erteilen wir eine klare Absage. Das wird auch so bleiben.

Wie schaut die Zukunft für die PRO-GE aus?
Es muss uns gelingen, den Organisationsgrad weiter zu erhöhen. 2014 wird das Jahr der Mitgliedermobilisierung. Wir werden verschiedene Maßnahmen setzen. Denn nur eine gute finanzielle Basis und starke Betriebsrätinnen und Betriebsräte geben die notwendige Schubkraft, wenn es etwa um Lohnkonflikte oder um die Durchsetzung politischer Forderungen geht. Möglichst viele Kolleginnen und Kollegen sollen an unseren Positionen mitarbeiten und mitentscheiden, wenn es "ans Eingemachte" geht.

Bleibt die Arbeitszeit ein zentrales Thema?
Vor allem die Verteilung der Arbeitszeit wird uns auch in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Die Frage nach noch mehr Flexibilisierung der Arbeitszeit ist ein Verteilungskampf, der an Härte zunimmt. Für die PRO-GE ist klar: Wenn die Menschen Überstunden machen, dann sollen diese auch künftig
bezahlt werden.

Die PRO-GE wird 2014 . . .
. . . weiter mit aller Kraft für soziale Sicherheit und für eine gerechte Arbeitswelt kämpfen. Wir schaffen die kommenden Herausforderungen aber nur gemeinsam.Ich danke herzlich allen Mitgliedern sowie Betriebsrätinnen und Betriebsräten für die gelebte Solidarität und wünsche frohe Festtage und ein erfolgreiches Jahr 2014.

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